Die Entwicklung

des Markenlogos




Das Stadtwappen Mailands ist Bestandteil des Alfa Romeo Logos
Über die Jahre blieb das Logo nahezu unverändert

Kaum einer anderen Automobilmarke sind Menschen so leidenschaftlich verbunden, wie Alfa Romeo. Die italienische Traditionsmarke weckt nicht nur in waschechten Alfisti das „cuore sportivo“. Gründe dafür gibt es viele: das unvergleichlich dynamische Design, faszinierende Motoren, anspruchsvolle Technik, eine leidenschaftliche Motorsportgeschichte und legendäre Modelle sind nur einige. Dabei stets ein wichtiger Aspekt ist der Wiedererkennungswert einer Marke. Und genau diesen prägt neben den charakteristischen Designmerkmalen nichts so nachhaltig wie ein durch alle Zeiten getragenes Markenzeichen. Viele haben das weltbekannte, runde Alfa Romeo Emblem vor Augen, doch was es bedeutet, und dass es seit fast einem Jahrhundert nahezu unverändert genutzt wird, wissen nur wenige.

1910

1910 wird das Unternehmen A.L.F.A. (Anonima Lombarda Fabbrica Automobili, Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik) gegründet, das auf den Grundlagen eines jungen Unternehmens, das von einer Gruppe lombardischer Unternehmer übernommen worden war, aufbaut. Ein kobaltblauer Ring umschließt die Zeichen, die wir auch heute noch im Markenzeichen des Mailänder Autobauers erkennen: das rote Kreuz in weißem Feld der Stadt Mailand und die Schlange mit dem Drachenkopf, die Embleme der Hauptstadt der Lombardei. Das Wappen der Herzöge Visconti, ein Symbol für Unternehmertum und Macht, ist für Alfa Romeo eines der besten Vorzeichen für den Erfolg in der ganzen Welt. Vervollständigt wird das Markenzeichen durch die Initialen des Unternehmens, zwei savoyische Knoten und die Stadtbezeichnung “Milano”.



1920

Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs gerät A.L.F.A. in eine Krise, aber sein Schicksal wird dank des technischen und wirtschaftlichen Engagements eines jungen aus Neapel stammenden Ingenieurs, Nicola Romeo, in gute Bahnen gelenkt. Ab diesem Moment steht sein Nachname an der Seite des Namens Alfa – als zweiter Teil des Markennamens, der nun zu “Alfa-Romeo” wird. Der sportliche Geist des Mailänder Autoherstellers wird geschaffen und bewährt sich: unter diesem Markenzeichen sollte der erste Sieg bei dem renommierten Rennen Targa Florio (1923) errungen werden.



1925

Im Jahr 1925 gewinnt Alfa Romeo, dank der leistungsfähigen 8 Zylinder des P2, die erste Weltmeisterschaft im Autorennen. So groß war der Ruhm, den dieser Sieg brachte, dass ab diesem Moment das Wappen, das auf allen Fahrzeugen (Rennwagen wie Limousinen) angebracht ist, mit dem Siegerkranz von damals geziert wurde. Es gibt keine bessere Werbung für einen Autohersteller als der internationale Ruhm, der im sportlichen Bereich erlangt wird, vor allem, wenn dieser von einem Team von Technikern unterstützt wird, denen es gelingt, den Produktionsautos den gleichen Geist des Außergewöhnlichen einzuhauchen wie den Rennwagen von Alfa Romeo.



1945

Der zweite Weltkrieg hat der Stadt Mailand viele Wunden geschlagen, vor allem im Stadtteil Portello, wo Alfa Romeo seinen Firmensitz und die Produktionsstätte hatte. 1944 werden die Werke durch verschiedene Bombenangriffe schwer getroffen. Zahlreiche Mitarbeiter kommen ums Leben, und der Druckstock für das Markenzeichen Alfa Romeo geht verloren.

Willenskraft, Leidenschaft und Enthusiasmus der Männer und Frauen von Alfa sind jedoch stärker: drei Jahre nach den Bombenangriffen, im Jahr 1947, läuft das erste Auto der Nachkriegszeit vom Band, ein Alfa Romeo 6C 2500. Da die Herstellerfabrik des Markenlogos im Krieg nahezu vollständig zerstört worden war, wird das Markenlogo ganz schlicht in Silber auf rotem Untergrund ausgeführt. Alle wesentlichen Bestandteile sind darin enthalten, außer den Savoyer Knoten, den Symbolen der italienischen Monarchie. Denn mit dem II. Weltkrieg hat sich Italien auch offiziell von der Monarchie abgewandt. An die Stelle der Savoyer Knoten treten nun zwei stilisierte Bänder, die die Verbundenheit der Marke mit ihrer Heimatstadt Mailand unterstreichen sollen. Unter diesem Wappen gewinnt Alfa Romeo die erste Weltmeisterschaft der modernen Formel 1 mit Farina; im Jahr darauf, 1951, liegt Alfa Romeo nur knapp hinter dem Sieger Fangio.



1950

Nur wenige Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs kehrt die gewohnte Gestalt des Markenzeichens wieder zurück und zeigt sich in sorgfältiger und farbiger Gestaltung, die die Ambitionen eines Produktes mit einer unverkennbaren Persönlichkeit widerspiegelt.

Die Geschäftsleitung von Alfa Romeo versteht es bestens, den Bedürfnissen der sich nach dem Krieg wieder erholenden Gesellschaft entgegen zu kommen und entwickelt ein Auto mit einem nicht besonders großen Hubraum, aber mit hervorragenden Leistungen und einem außergewöhnlichen Appeal: so entsteht 1954 die Giulietta, die “Verlobte Italiens”. Das Auto wird zunächst in der Version Coupé (Giulietta Sprint) angeboten, dann im Jahr darauf als Limousine, und dann kommt der Giulietta Spider, der das Herz der amerikanischen Kunden erobern sollte, bevor er auf den Straßen Italiens startete, auf der Welle der Begeisterung, Lebenslust und dem Vergnügen, mit im Wind wehenden Haaren zu fahren.



1960

Aufgrund der Verkaufszahlen der Giulietta platzt das Werk Portello aus den Nähten: es wird ein Grundstück in der Nähe von Arese gefunden, das für ein neues und größeres Werk geeignet ist. Das neue Werk nimmt die Produktion im Jahr 1962, mit dem natürlichen Nachfolger der Giulietta, der Giulia, auf.

Ausgestattet mit einem 1600-Kubik-Motor, hat die Giulia (in den Versionen Limousine, Coupé und Spider) Alfa Romeo definitiv in den Olymp des Motorsports gebracht. Versionen wie der TZ oder der GTA haben verblüffende Siege auf den Rennpisten der ganzen Welt, von Europa bis Amerika und von Asien bis nach Afrika, errungen.
Die Änderungen am Wappen sind minimal; die Symbole aus Mailand sind bekannt und werden in jedem Winkel der Erde geschätzt.



1972


Während der letzten Jahrzehnte wurde der Siegerkranz von damals aus grafischen Gründen stark stilisiert, sicherlich nicht, um den sportlichen Charakter von Alfa Romeo zu schmälern, der im Jahr 1975 und 1977 zwei weitere Weltmeistertitel auf seine Siegesliste schreiben konnte.

Im Jahr 1968 beginnen die Arbeiten zum Bau eines weiteren Werks von Alfa Romeo in der Nähe von Neapel, in Pomigliano d’Arco, in dem fünf Jahre später die ersten Wagen des Alfasud, ein Kompaktwagen mit mittelgroßem Hubraum, vom Band rollen sollten. Aufgrund dieser Erweiterung wird der Schriftzug “Milano” aus dem Markenzeichen entfernt.
In Arese werden der Alfetta und die Giulietta, GTV und Spider, später der 164 und 75, gebaut.


1982


"Alfa Romeo", das Kreuz und die Schlange: Symbole, die eine Epoche umspannen; seit mittlerweile einem Jahrhundert fahren sie auf den Straßen und Rennstrecken in der ganzen Welt und begeistern die Fans jeden Alters und jeder Sprache und jeder sozialer Schicht. Alfa Romeo ist die Marke, die wie kaum eine andere für Sportlichkeit und Stil, aber auch Eleganz und technische Raffinesse steht. Und eine Marke mit großer Geschichte: mit Bewusstsein für das Gestern und Heute aber mit dem Blick stets in die Zukunft gerichtet.

 

Bildquelle: Automobilismo Storico Alfa Romeo, Centro Documentazione (Arese, Milano)


www.alfaromeo.de



 



 




Zur Alfaclub Hauptseite