16.06.2019 „Alfa goes fifties“ oder „back to the hat“

 



Ist man in südeuropäischen Ländern zur Sommerzeit unterwegs, so stellt man fest, dass das Tragen eines feinen eleganten Strohhutes, am besten natürlich eines echten Exemplars aus Panama, wieder sehr en vogue ist.

Hier im kühleren Norddeutschland muss man hingegen in dieser Hinsicht noch einen Trend setzen, da das Tragen eines Hutes noch nicht wieder so verbreitet ist, wie ich für meinen Teil festgestellt habe.
Mein Exemplar führe ich jedenfalls regelmäßig in meiner Berlina mit und er sorgt ohne Frage für ein „benessere a bordo“, wie etwa einmal im Werbespot unserer Schwestermarke Lancia versprochen.

Auf unserer Ausfahrt haben wir jedenfalls diese Überzeugungsarbeit geleistet, denn sie stand unter dem Motto „back to the hat“.
Betrachtet man unser Gruppenbild, so stellt man fest, dass uns unser neues Kleidungsutensil sehr gutsteht, besser jedenfalls als diese landläufig verbreiteten platten Schirmmützen.
Aber der Reihe nach, denn das Gruppenfoto vor dem PS-Speicher in Einbeck wurde ja erst aufgenommen, nachdem wir uns zu einer gut gesteckten Ausflugsroute durch das östliche Weserbergland verabredet hatten und so traf man sich am Ausgangspunkt wieder einmal bei Dirk Schüttes Küchenstudio in Groß Berkel bei Hameln, wo der Gastgeber für alle natürlich besonders für die noch nicht ganz Ausgeschlafenen von uns Kaffee und kleine Snacks kredenzte.
Insgesamt fanden sich so etwa 17-18 Autos und rund 25 Teilnehmer ein.
Der direkte Weg an der Weser entlang nach Einbeck war an diesem Tag für uns versperrt wegen des bekannten Felgenfestes für unsere lieben Drahteselfahrer, hier nahmen dieses Jahr ungefähr 10000 Radfahrer teil.
Aber die liebe Sibylle Page hatte Spaß daran, einen „wirksamen Bypass“ zu verlegen, um für eine gute „Durchblutung“ zu sorgen , indem sie eine Strecke über Hameln durch das östliche Weserbergland vorbei am Ith bis nach Eschershausen und gen Süden durch das Kuvental Richtung Einbeck einplante, die wir unserseits mit Vergnügen abspulten.
In Einbeck wurden wir dann sogleich auf unseren reservierten Parkplatz direkt am Museum eingewiesen, schön dabei, dass sich an diesem Tage wieder einige willkommene Freunde aus benachbarten Sektionen eingefunden hatten und so kam eine gute Mischung aus altem und neuem Blech zu Stande, wobei die Farbe Rot einmal wieder überwog, was auch an einem „Neuzugang“ gelegen haben mag.
Wie auf dem Gruppenbild zu sehen, fand sich auch der Testsieger der frühen Sportlimousinen aus der Autobild-Klassik Nr.2/2019 ein, eine pastellgrüne Giulietta aus den frühen 60er Jahren, ein wahrhaft „großes“ Auto verglichen mit den winzigeren Fahrzeugen im Museum, womit wir uns schon mit unserer Führung durch die liebevoll ausstaffierten Museumshallen beschäftigen wollen.
Hier teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wurden von unserem jeweiligen Museumsguide freundlich in Empfang genommen.
Da wir im Jahr 2015 bereits einmal das Museum besuchten, will ich nicht wieder viel Worte über die Organisationsstruktur und das unnachahmliche Engagement des Mäzens Karl-Heinz Rehkopf und seiner Förderfreunde PS-Speicher e.V. verlieren, vielleicht nur so viel:
Es lohnte sich, auch noch ein zweites Mal während der Führung alles Wissenswerte über die Fahrzeugentwicklung vom frühen Laufrad bis zum modernen Zweirad und PKW zu hören.
Zwischendurch kann man während einer Fahrt mit dem Hanomag Kommissbrot, zwar nur virtuell, oder bei einer Erfrischung in der 50er Jahre-Milchbar die Seele baumeln lassen.
Die Sammlung besticht durch die gekonnte Auswahl zeitgenössischer Ausstattungsgegenstände und nimmt einen mit auf eine Zeitreise in die jeweilige Ära garniert mit den passenden Anekdoten unseres Guides.
Mit dem derartigen Erkenntniszugewinn beendeten wir unseren Gang durch die Ausstellung und stöberten noch etwas im angeschlossenen Museumsshop, auch eine Sonderausstellung hätte man noch anschauen können, aber es waren bereits Tische für uns in der „Genusswerkstatt“ des Museums reserviert und so labten wir uns an den eigentlich einfachen Gerichten, die aber lecker und mit einer gewissen Raffinesse zubereitet werden.
Wie meistens kamen wir dabei wieder nett miteinander ins Gespräch, was einen guten Abschluss unserer sehr gelungenen Ausfahrt darstellte.

Vielen Dank an alle, die sich bei der Vorbereitung eingebracht haben, angefangen bei Sibylle Page mit ihrer erstmalig ausgearbeiteten Route als auch den Wolfsburger Alfa Romeo-Freunden, welche sich mit einem sehenswerten Film revanchierten
Arndt Buerhop



 




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