Pressemeldung Alfa Romeo vom 14.05.2003
     
Die Mille Miglia – Geschichte einer Legende
     
Rekordsieger Alfa Romeo ist 2003 mit 30 Klassikern vertreten
Am 22. Mai startet die 21. Mille Miglia von Brescia nach Rom
     

Die Mille Miglia wird auch 2003 wieder das europäische Klassiker-Ereignis des Jahres sein: Vom 22. Mai bis zum 25. Mai werden erneut 372 Teams aus 19 Nationen mit ihren historischen Renn- und Sportwagen die Straßen von Brescia über Rom und zurück in das weltweit größte rollende Museum verwandeln. Zu den absoluten Stars zählen dabei die insgesamt 30 gemeldeten Alfa Romeo. Insgesamt werden 58 verschiedene Marken am Start sein; ausschließlich mit Modellen, die einst zwischen 1927 und 1957 am Rennen teilnahmen.

Und wieder werden hunderttausende Zuschauer am Straßenrand Spalier stehen und den automobilen Kostbarkeiten sowie ihren Fahrerinnen und Fahrern zujubeln. Sie alle feiern gemeinsam den inzwischen zum 21. Mal als Gleichmäßigkeitsfahrt ausgetragenen Rennklassiker Mille Miglia.

Die erste, damals als reinrassiges Rennen ausgetragene Mille Miglia liegt nunmehr 76 Jahre zurück. Und vor 26 Jahren lebte die 1957 zum letzten Mal gestartete „Mille“ als Klassik-Veranstaltung wieder auf. Startberechtigt bei der „Mille Miglia storica“ sind ausschließlich die Fahrzeugtypen, die bereits damals zum Rennen antraten. So ist es kaum verwunderlich, dass Alfa Romeo auch in diesem Jahr mit mehreren Dutzend Fahrzeugen die größte Abordnung an den Start bringt. Schließlich dominierte die Mailänder Avantgardemarke die „Tausend Meilen“ mit elf Gesamtsiegen und zahlreichen Klassensiegen wie keine zweite Marke.

     
     

Tatsächlich gibt es nur zwei Jahre, in denen kein Alfa Romeo Pilot mit Lorbeerkranz und Pokal ausgezeichnet wurde. So mussten sich die Mailänder im Premierenjahr beispielsweise noch von OM geschlagen geben.

Die Berichte vergangener Rennschlachten und Erlebnisse von Piloten füllen Bücher und sind heute noch lesenswert. Unbeschreiblich mutet die Tatsache an, mit den heute fragil scheinenden Vorkriegsboliden die rund 1.600 Kilometer von Brescia nach Rom und zurück – wie erstmals 1938 – in weniger als zwölf Stunden zu absolvieren. Damals ging die Mille Miglia über zumeist unbefestigte Landstraßen. Sie fand schnell einen festen Platz im Terminkalender und wurde zur „Königin“ der damals populären Straßenrennen. Insgesamt wurde die „Mille“ 24 Mal ausgetragen. Insbesondere in den dreißiger Jahren dominierten die Boliden der Mailänder Avantgardemarke die Veranstaltung nach Belieben. Rennfahrergrößen wie Giuseppe Farina, Achille Varzi und der legendäre Tazio Nuvolari machten sich mit ihren Siegen bei der Mille Miglia einen Namen. Achtmal gewann mit der Scuderia Ferrari, die Nachfolgefirma des vormaligen Alfa Romeo-Rennleiters Enzo Ferrari.

Nach dem Krieg konzentrierte sich Alfa Romeo auf die Grand-Prix-Rennen und die ab 1950 ins Leben gerufene Formel-1-Weltmeisterschaft. Während Giuseppe „Nino“ Farina und Juan Manuel Fangio mit der Alfetta die ersten beiden Formel-1-Titel für Alfa Romeo gewinnen konnten, bescherten die Serienfahrzeuge aus dem Hause Alfa Romeo weiterhin Klassensiege beim Straßenrennklassiker.

1977, zwanzig Jahre nachdem ein schwerer Unfall des Ferrari-Piloten Alfonso de Portago der Mille Miglia ein Ende setzte, erlebte der Rennklassiker seine Renaissance. Heute gehört die Gleichmäßigkeitsfahrt zu den Urgesteinen der Klassikszene. Das Spielfeld für die aufsehenerregenden Sportwagen der Jahre 1927 bis 57 zählt mit zu den Auslösern der immer noch boomenden Klassikszene. Heute ist die „Mille Miglia storica“ eine feste Größe für alle Freundinnen und Freunde historischer Automobile und hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Alfa Romeo
Frankfurt, im Mai 2003